Zeichnung

„Charakterbilder der Erde”

Um 1880 herum wurde im Verlag Hölzel eine umfangreiche Serie von „Geographischen Charakterbildern“ entwickelt – großformatige farbige Wandtafeln in künstlerischer Gestaltung, von denen jede einen anderen Landschaftstyp der Erde darstellte. Sie waren im Geographieunterricht sehr beliebt und eines der ersten Medien, das zum klassischen Lesen im Schulbuch hinzutrat. Einige dieser Darstellungen wurden in vereinfachter und verkleinerter Form 1897 in den Kozenn-Atlas übernommen, womit zum ersten Mal ein zeichnerisches Element in diesem auftauchte. Aber auch später kamen immer wieder Zeichnungen zu verschiedenen Themen vor, obwohl Kartographen andere Darstellungsformen als die Karte lange eher vermieden.

Golf von Neapel, 1901Das Beispiel des Golfes von Neapel mit dem Vesuv stammt aus der Ausgabe von 1901.

Bauernhofformen, 19511951 wurde eine Seite mit Bauernhofformen in Österreich gestaltet, die bis 1978 im Atlas blieb.

Tauernkraftwerk, 1961Die Darstellung des Tauernkraftwerks und die ebenfalls in der Ausgabe von 1961 gezeigte Zeichnung des Donaukraftwerks Ybbs-Persenbeug zeigen Symbole des österreichischen Wiederaufbaus, die ebenfalls lange im Atlas blieben.

Aufgrund der besseren Schematisierung bevorzugte man die Zeichnung gegenüber dem Foto. Meistens waren die hausinternen Kartographen auch gute Grafiker und konnten diese Arbeit selbst übernehmen.

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