Wirtschaftskarte

Von der Inventarkarte hin zu Strukturen

1906 übernahm mit Franz Heiderich ein Professor an der damals noch jungen Hochschule für Welthandel in Wien die Redaktion des Kozenn-Atlas. Mit ihm kamen die ersten wirtschaftsgeographischen Karten in den Atlas. Hans Slanar sen. baute nach dem Zweiten Weltkrieg diesen Typus weiter aus, bei der Hundert-Jahr-Ausgabe 1961 sorgte Walter Strygowski, ebenfalls Professor für Wirtschaftsgeographie, für den nächsten Innovationsschub. Sein damaliger Assistent (und später selbst Universitätsprofessor) Wigand Ritter prägt bis heute die Gestaltung der Wirtschaftskarten, die auch im internationalen Vergleich als eines der innovativen Elemente des Atlas gelten.

Die Darstellung Japans in den Wirtschaftskarten von 1911, 1929, 1978 und 2011 zeigt die zunehmende Vielfalt und Komplexität der Darstellung (auch im Umfang der den Beispielen zugeordneten Legenden). Das korrespondiert mit dem Wandel von agrarisch geprägten Strukturen zur modernen Dienstleistungsgesellschaft, aber auch veränderten Konzepten der Wirtschaftsgeographie und nicht zuletzt der Verfügbarkeit von viel mehr Informationen.

 Japan, 1911Japan, 1929Japan, 1978

Japan, 2011Legende Wirtschaft, 2011

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