Politische Karte

Bunte Flächen gliedern die Erde

Die Darstellung von Grenzen ist ein altes Motiv, um Karten zu zeichnen. Werden die Gebietsflächen eingefärbt, entstehen politische Karten. Mithilfe der Farblithographie wurde es im 19. Jahrhundert einfacher, Flächenfarben drucktechnisch zu erzeugen und auch die Kozenn-Atlanten wurden immer farbiger. Außerhalb Europas bleibt es für einen heutigen Betrachter oft aber unklar, welche Farbe zu welchem Land gehört, was eigenständige Staaten, was Kolonien, was unbekannte Gebiete sind – das Konzept des heutigen Staates gilt noch nicht für die gesamte Welt, die Kolonialmächte sind im 19. Jahrhundert gerade bei der Aufteilung der Erde.

Politische Karte von Südamerika 1861 und 2011:

Südamerika, 1861In den älteren politischen Karten ist das Farbkolorit dezent, teilweise sind Grenzen schlecht erkennbar. Auch der Status eines Gebietes ist oft unklar.

Südamerika, 2011Moderne politische Karten verzichten auf eine Geländedarstellung und verwenden möglichst kontrastreiche Farben, um die einzelnen territorialen Einheiten gut voneinander unterscheiden zu können. Bei abhängigen Gebieten wird das Mutterland in Klammer dazugeschrieben.

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