Foto, Luftbild, Satellitenbild

Technische Bilder der Erde

Fotos, besonders Luftaufnahmen, waren seit Ende des 19. Jahrhunderts ein wichtiges Mittel, um Karten zu überprüfen, zu aktualisieren oder sogar zu erstellen. Lange waren Luftbilder dem Militär vorbehalten, erst in der Zwischenkriegszeit konnten sie auch von Privaten verwendet werden. Bis in die jüngste Zeit war aber für jedes Luftbild ein Genehmigungsvermerk des Verteidigungsministeriums erforderlich. Heute werden zusätzlich von mehreren Anbietern Satellitenbilder verschiedener Auflösung und weltweit verfügbar angeboten. Sie bleiben immer Momentaufnahmen, die oft auch ohne spezielle Kenntnisse schwer interpretierbar sind. Daher werden sie meist im Vergleich mit Karten eingesetzt, was vielfältige gegenseitige Auswertemöglichkeiten eröffnet.

Seefeld, 1929Die ersten Luftbilder wurden im Atlas von 1929 eingesetzt. Das Beispiel zeigt Seefeld und wurde vom privaten Unternehmen „Photogrammetrie G.m.b.H.“ in München geflogen. Fast immer wurden den Luftbildern Kartenausschnitte gegenübergestellt, häufig im Einführungsteil.

Salzburg 1829, 2007
Das Salzburg-Beispiel von 2011 zeigt zusätzlich den Vergleich eines Fotos (in diesem Fall von einem erhöhten terrestrischen Standort aufgenommen) mit einer alten Perspektivzeichnung. Diese Darstellungen sind einem Stadtplan gegenübergestellt. Die Hölzel- Atlanten sind die einzigen österreichischen Atlanten, die eine Gegenüberstellung Bild/Plan für alle Landeshauptstädte anbieten.

Erde Vegetation, 2010Seit dem Atlas von 1989 werden zur Veranschaulichung der Vegetationszonen typische Fotos zur Vegetationskarte gestellt (hier in der Auflage von 2010). In anderen Hölzel-Atlanten, besonders seit 1995 im Hölzel-Atlas 5/8, wird dieses Prinzip noch stärker eingesetzt und ein eigener Typ von Bilderkarten mit ergänzenden Fotos angeboten.

Satellitenbild Landsat-7Die physischen Bundesländerkarten werden seit 1996 durch Satellitenbildausschnitte ergänzt. Das Beispiel aus der Ausgabe von 2011 zeigt ein Landsat-7-Bild mit den Kanälen 7,4,2, von denen nur der Kanal 2 im Spektrum des sichtbaren Lichts liegt. Dadurch entstehen Farbgebungen, die weniger naturnah wirken, aber eine gute Unterscheidung der Bodenbedeckung ermöglichen. In der Ausgabe von 2011 werden bewusst verschiedenartige Kanalkombinationen von Satellitenbildern verwendet, um die Vielfalt dieser Darstellungsform zu zeigen.

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