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Schulbücher können auf Grund des Lehrplans
oft nur wenig Informationen liefern. In dieser Rubrik sind weiterführende
Texte didaktisch aufbereitet worden und sollen als Ergänzung
zu den Schulbüchern dienen. Durch die Umsetzung in das neue
Medium sollen die Lernenden motiviert werden, sich mehr mit dem
Thema auseinander zu setzen.

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Der Glaube an ein Weiterleben nach dem Tod war
in allen frühen Hochkulturen verbreitet.
Alle Verstorbenen mussten vor dem Totengericht erscheinen. Ein
Totenbuch, das mit ins Grab gelegt worden ist, sollte dem Verstorbenen
bei der Rechtfertigung vor dem Totengericht helfen. |
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| Die Seele des Toten brauchte einen Träger.
So musste auch der Körper vor der Verwesung geschützt
werden. Im Mittleren Reich entwickelte sich die Vorstellung
von einem Totengericht: Ein Fährmann bringt den Toten über
einen See zum Eingang ins Jenseits. Dort werden Fragen über
seine Reinheit, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit gestellt. |
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Der Tote (links im Bild) wird vom schakalköpfigen
Gott Anubis
zur Waage geführt. Auf der linken Waagschale liegt sein
Gewissen (sein Herz), auf der rechten eine Feder, das Symbol
der Maat,
der Göttin der Weltordnung und Gerechtigkeit. Da sich das
Gewissen und die Feder der Maat die Waage halten, hat der Tote
nicht gegen die Weltordnung verstoßen.(Der Ungerechte
würde der großen
Verschlingerin, einem Ungeheuer mit Krokodilskopf, zum Opfer
fallen.) Diesen Vorstellungen liegt ein Moralbegriff zu Grunde,
der Gerechtigkeit und Barmherzigkeit besonders betont und eine
Folge der tiefen Religiosität der Ägypter ist.
Thot,
der Götterschreiber mit dem Vogelkopf, zeichnet das Ergebnis
des Gerichtes auf. Horus
geleitet den Verstorbenen ins Totenreich. |
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| Das Totengericht findet unter dem Vorsitz des
Gottes Osiris
statt (rechts im Bild). Dieser wird von seinen beiden Schwestern
Isis
und Nephthys
beschützt. Die vier
Horussöhne stehen auf einer Lotosblume (einem Symbol
der Auferstehung) und bewachen die Eingeweide des Toten. Die
Geiergöttin Nechbet
wacht über den Mumienschrein. |
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| Die Szene am Bildkopf zeigt den Verstorbenen,
der die einzelnen Pforten zum ewigen Leben durchlaufen muss. |
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